Krone Radmarathon Wachau 2021

Bericht von unserem QM Athleten Sebastian Rihs vom 161 km langen Krone Wachau Radmarathon 2021.

Wir Schreiben den 18.7.2021. Dieser Tag soll in die Geschichte des noch so jungen Radsports eingehen.
Petrus prophezeite nichts gutes, so kam es auch, dass einige meiner Teamkollegen Anzeichen von Angst zeigten und die Teilnahme an diesem Spektakel verweigerten.
Die Renntaktik war klar, zusammen bleiben und in den Flachen Passage Druck machen.
Das Rennen startete bei angenehmen 20 Grad und einer zerrissenen Wolkendecke.

Neutralisierter Start bis zum ersten Berg (Seiberer)
Ich habe mich super gefühlt und bin direkt mit der ersten Gruppe mitgefahren, doch leider konnte keiner meiner Teamkollegen das Tempo halten und ich fügte mich unsere Taktik und nahm etwas Tempo raus.
Nachdem niemand mehr aufschließen konnte außer ein tollkühner Held, beschlossen wir ohne druck weiterzufahren, in der Hoffnung dass sie uns wieder holen. Dem war nicht so.

Der Plan wurde kurzerhand geändert und wir verfolgten nun ein neues Ziel…. All out und schauen was geht.
Die Bedingungen waren schlecht. Nasse Fahrbahn, Gegenwind und keine erste Gruppe in Sicht.
Auf den Abfahrten etwas Zeit verloren, jedoch danach immer wieder an die Gruppe ran gekämpft.

Als es in den Jauerling ging, habe ich etwas Tempo rausgenommen, mit dem Wissen dass ich die Gruppe noch brauche um in der Flachen Tempo zu machen, denn alleine geht das eher nicht.
Nachdem wir immer weiter in den Nebel gefahren sind und die Abfahrt irgendwie überstanden haben, wurde es Flach.

Doch das Wetter fing plötzlich an verrücktzuspielen und machte uns einen Strich durch die Rechnung. Strömender Regen von oben und die aufkommende Gischt von unten machten uns das Fahren nicht unbedingt erträglicher. Plötzlich war ein extremes Unwetter, es blitzte und Donnerte, es machte fast den Eindruck Zeus und Petrus wollten meinen Sieg verhindern. 😉

Als das Wasser auf der Straße nicht mehr nur stand, sondern auch floss wie ein reißender Fluss, war jeder auf sich gestellt. Wir mussten teilweise auf dem Gehsteig fahren, weil die Straße überflutet war.
Das Tal des Leidens und der Tränen durchlebt, ging es in den letzten Anstieg… „Maria Langegg“  Knapp 20km vorm Ziel und ich wusste, dass die anderen aus der Gruppe nicht mehr so frisch waren.

Mein Plan war also gleich von Anfang an vorne wegzufahren. Gedacht, getan.

Die Lücke wurde immer größer und die Konkurrenz immer kleiner. Ich konnte einen Vorsprung rausfahren.
10km vor dem Ziel schreit mir eine Polizistin zu „Das Rennen ist abgebrochen“ ich rief zurück „Sicher nicht!“ und fuhr vollgas weiter. Das Ziel in Gedanken trieb mich an. Aufgeben? Keine Option!

Nach 4h57min habe ich das Ziel mit 20 Sekunden Vorsprung zu den Verfolgern erreicht.

Platz 15 und in der Altersklasse Herren bis 40 Jahre erreichte ich den 11 Platz.

Ich freue mich auf nächstes Jahr

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